Lifestyle

the Goa experience 2016

Unser Trip nach Süd-Goa, Indien begann am 01. Dezember 2016 vom Flughafen Berlin Tegel. Der Flug war recht entspannt mit gutem Media-Angebot, wir sind nachts in Flughafen Dabolim gelandet. Freunde hatten uns einen Fahrer organisiert, der bereits mit einem Schild in der Hand am Flughafen auf uns wartete. Das lief also schon mal …

Der Driver hatte auch gleich den Schlüssel für unser Miet-Haus dabei und setzte uns direkt vor der Tür in Patnem/Goa (Dreh- und Angelpunkt in Patnem ist der Patnem Chai Shop) ab. Was sich bereits auf der Fahrt abzeichnete setzte sich im Haus fort, es war schon ein mittlerer Kultur-Schock für mich. Ich hielt es also für das Beste, erst mal zu pennen. Das tat ich dann.

Nach gut einer Woche Goa und vielen Dingen, die organisiert werden mussten trat dann so etwas wie „Alltag“ ein, wenn man das so bezeichnen möchte. Unser Trinkwasser kaufen wir in 20l Flaschen von der Bude an der Ecke, frühstücken gehen wir in der Bude daneben (Patnem Chai Shop ^^), auch wenn wir uns da ohne den Tipp durch unsere Freunde sonst nie rein gewagt hätten. Abends gehen wir entweder in der Strand-Area was essen oder kochen inzwischen auf unserem Zwei-Flammen-Gas-Kocher selbst. Gas ist gut, denn der Strom fällt durchaus mehrfach am Tag für längere Zeit aus. Nachdem wir den Surf-Stick auf Powerbank-Betrieb umgestellt haben und mein Notebook ja ohnehin seinen Akku hat bekommen wir von den Stromausfällen recht wenig mit. Man kann sich arrangieren, etwas, dass man in Indien sehr schnell lernen muss.

Die Bevölkerung macht zwar einen sehr unorganisierten Eindruck, aber irgendwie inmitten allen Gewusels scheint es doch eine übergeordnete lenkende Intelligenz zu geben, denn letztlich funktioniert das Leben. Mehr oder weniger.

Life in Chaudi
Life in Chaudi

In der ersten Woche haben wir übrigens kurzerhand einen Yoga-Kurs in Ajay and Puja Sharma’s Gurukul Retreat (Gurukul Facebook Page) besucht, täglich um 8.30 waren 90min Yoga bei einem sehr guten Lehrer angesagt. Das fehlt mir nun ein wenig, vielleicht machen wir da bald weiter.

Am 12.12. haben wir mit dem Bus einen Abstecher in die Kreisstadt Margao gemacht, primär um Geld zu organisieren. Wegen der India Cash Crisis (India cash crisis, Bargeldkrise Indien) war es nämlich in den ersten Tagen nahezu unmöglich, an Bargeld zu gelangen. Die Geldautomaten in Chaudi (nächstgrößere Stadt bzw. eher Dorf von Patnem aus, mit einigen Banken und einem Supermarkt) hatten entweder kein Bargeld getankt oder waren mit langen Warteschlangen ausgestattet. Meistens beides. Wann bzw. ob überhaupt nachgefüllt wurde, konnte keiner sagen.

Wenn Chaudi „leicht wuselig“ war, müsste man Margao als „chaotisch“ bezeichnen, dabei war es „nur“ eine Kreisstadt. Bei 36º durch das pure Chaos spazieren und durch eine Markthalle deren Gänge schmaler als meine Schulterbreite sind war schon eine interessante Erfahrung. Für Augen, Ohren, Nase und auch haptisch :-D

Manchmal müsste man tausend Nasen haben … manchmal ist schon die eine zu viel.

Road to Chaudi | Foto: Rene Diesterhöft
Road to Chaudi | Foto: Rene Diesterhöft

Nachdem wir in Margao tatsächlich das erste Bargeld bekamen, entspannte sich die #cashscrisis aber auch in Chaudi langsam. Die ATMs spucken zwar noch immer nur 2000rs (ca. 27€) pro Abhebung aus, man kann jedoch mehrfach abheben und die Schlangen sind auch wesentlich kürzer geworden.

Beeindruckt haben in Goa auch die schon fast schwarmartig auftretenden Greifvögel. Außerdem sind Hunde, Kühe und Wasserbüffel selbstverständliche Wegbegleiter auf den Straßen hier. Im Haus sind eher Frösche und Geckos gern gesehene Gäste. Morgens gibt’s dann jeweils eine bunte Kakophonie aus Affen, Krähen, sonstigen Vögeln, Hundekampfeslärm und weiß der Geier (oder Greifvogel, Krähe …?) was sonst noch allem. Das obligatorische und fortwährende Hupen der indischen Verkehrsteilnehmer nicht zu vergessen.

Palolem Beach
Palolem Beach

Ansonsten das übliche halt … jeden Tag über 30º, Sonne ohne Ende, geniale Sandstrände mit nicht zu vielen Menschen und Sonnenuntergänge wie aus dem Bilderbuch. Was soll ich sagen …

Inzwischen (16.12.2016) haben wir uns – zunächst für eine Woche – Scooter gemietet. Dies bietet eine völlig neue Form der Freiheit. Ein Besuch des Supermarktes wird nicht zu einer 1/2 Tagesveranstaltung und man kann die nähere Umgebung erkunden oder mal kurzentschlossen zwei Dörfer weiter zum Strand oder in ein Restaurant fahren. Die Anmietung geschieht sagen wir mal „eher undeutsch“ … man macht bei der Frage nach der „driving license“ ein ehrliches Gesicht und nickt, dann gibt man seinen Perso (oder eine sonstige ID) zusammen mit der Kohle dem Vermieter, schüttelt sich die Hände und düst davon. Kein Papierchen, keine Unterschrift, kein Geplänkel. Die erste Fahrt direkt zur Tanke, denn die Dinger sind natürlich total leer :-D

proud with new scooter
proud with new scooter

Gestern haben wir daher gleich mal einen Abstecher in das Nachtleben Goas gewagt und sind in’s Leopard Valley gefahren, den hier wohl angesagtesten Nachtclub. Sie spielten einen wirklich guten Mix und auch wenn es war für Indische Verhältnisse zwar recht teuer war, hatten wir einen guten (längeren) Abend dort. Join Us for a full night of quality house/tech/techno music! Umts, umts, umts, umts, …

Das Land bleibt auch in der vierten Woche vielschichtig und mehrdimensional. Der Goa „Trip“ hat sich zu einer Goa „Tour“ entwickelt, wir erkunden auf den Scootern immer mehr Umland und gelangen dabei auch auf Seitenwege und in kleinste Ortschaften.

Was ich bisher noch nicht erwähnt hatte ist die alltägliche Müllverbrennung auf den Straßen. Schon direkt nach der Landung musste ich statt der erhofften Tropen-Luft erst mal den beißenden und stinkenden Qualm von verbranntem Müll ertragen und einatmen. Das wurde in Richtung ländlicher Gegend natürlich nicht besser sondern schlimmer. In Indien verbrennen die Menschen ihren Müll einfach im Garten oder am Straßenrand. Alles. Auch die vielen Plastikflaschen die im Umlauf sind. Pünktlich zum Aufstehen weht daher der köstliche Geruch verbrannter Müllmasse in’s Schlafzimmer, langsam gewöhnt man sich daran, was vielleicht das allerschlimmste ist. Dass es hier sehr heiss ist und die Vegetation sehr trocken dürfte bekannt sein. Zählt man trockene Pflanzen und offenes (oft auch unbedachtes) Feuer zusammen hat man … Bingo! … einen Steppenbrand, diesen sieht man hier fast täglich, wenn man auf den Straßen unterwegs ist. Oft ist mir unklar, ob es gewollte Brandrodung oder versehentlicher Steppenbrand war.

Müllverbrennung - Steppenbrand - Brandrodung?
Müllverbrennung – Steppenbrand – Brandrodung?

Da der Müll also verbrannt wird, im Meer landet oder auf die Straße gekippt wird, kann man sich gut vorstellen, wie es hier häufig aussieht. Noch ein passender Beitrag dazu. Das nachstehende Bild ist vom Hauptzugang zum Palolem Beach, einem der schönsten Strände von Süd-Goa.

Palolem Beach
Palolem Beach

Bzgl. der Plastikflaschen gibt es die sogenannten „Bottle-Women“, das sind umherwandernde Frauen, die alle Plastikflaschen einsammeln und auch bei den Haushalten nachfragen. Mir wurde gesagt, sie bringen die Flaschen zu Sammelstellen und bekommen dafür ein paar Rupies. Immerhin.

Cotigao Wildlife Sanctuary
Cotigao Wildlife Sanctuary

Zurück zur Scooter-Tour, einen Tag waren wir im Cotigao Wildlife Sanctuary, einen Wildpark den man mit Fahrzeugen befahren kann. „Befahren“ ist schon etwas geprahlt, die Wege sind zum Teil katastrophal und mit den kleinen Roller-Reifen ohne lange Federwege ein echtes Abenteuer. Ausgeschildert ist es im Park auch spärlich und überhaupt hat man eher den Eindruck, hier wurde eine noch nicht entwickelte Gegend zum „Naturpark“ erklärt und Eintritt verlangt, anstatt das Areal entwickeln zu müssen. Dieser Eindruck kann natürlich täuschen. Eine der Attraktionen – der sogenannte Tree Top Aussichtspunkt – war wegen Verfall auch gesperrt. Im Park leben offenbar Menschen „ganz normal“ in kleinen Ansiedlungen. In einem Dorf wurde uns mitgeteilt, dort leben nur zwei Menschen (oder Familien, das war nicht ganz klar).

Fort Cabo de Rama
Fort Cabo de Rama

Auf einer anderen Tour haben wir durch Zufall das Fort Cabo de Rama entdeckt und besichtigt, ein unerwartetes Vergnügen. Noch ein paar Worte zum Strassenverkehr … als jemand, der „mehrere Jahrzehnte“ Erfahrung hat mit Zweirädern die sich deutlich jenseits der 250 km/h bewegen lassen könnte man meinen, ein 100er Roller sei keine Herausforderung. Weit gefehlt, wenn man den Scooter bei 60 km/h durch die Berge bewegt und nicht ahnt, ob einem hinter der nächsten Kurve – auf der eigenen Fahrbahnseite – ein LKW, zwei PKW, drei Zweiräder, ein paar Rinder, eine Rotte Hunde, ein Schwein oder eine gar bunte Mischung aus allen vorgenannten erwartet, werden 60 km/h ganz schnell zum „Leben am Limit“. Und das ist kein Spruch … oder auch nur die Ausnahme, in den paar Tagen auf dem Highway haben wir bereits die tollsten Sachen gesehen. Auch durch eine Rauchwand vom Steppenbrand mussten wir schon durch … „Incredible India“ ist und bleibt der Slogan, der uns ein mal mehr durch den Kopf geht.

Ist die Laufschuh-Branche gegen „natural running“?

Das „Fazit“ in diesem runtastic Blog-Beitrag über Laufschuhe zu Mythos 1 klingt für mich absolut nicht plausibel. Es wird bestätigt, dass Barfußschuhe super geeignet sind, die Lauftechnik zu verändern und zu verbessern (was will man mehr?!) aber sie sollen dann zum laufen doch nicht geeignet sein, weil es ja mal kalt, nass oder steinig sein könnte?!

Hört sich an, wie an den Haaren herbeigezogen, was es vermutlich auch ist.

Auch Barfußschuhe schützen vor Steinen und Nässe. Das mit der Kälte muss man sehen, ist aber auch ein sehr nebensächliches Problem in unseren Breitengraden. Notfalls dicke Socken anziehen, wenn man im tiefsten Winter los will.

Ferner müssen es auch keine „echten“ Barfußschuhe sein, es gibt inzwischen ja genug Optionen aus dem Bereich „natural running“. Gefühlt würde ich ja sagen, die Schuh-Hersteller Lobby versucht immer wieder, „natural running“ als Ergänzung zum herkömmlichen Laufschuh zu propagieren, um keine Marktanteile zu verlieren. Aber was weis ich schon …

Und Vorsicht! Ich sage nicht, dass man von heute auf morgen auf „natural running“ umsteigen sollte, dass ist sicherlich nicht gesundheitsförderlich. Wenn man sich mit „natural running“ anfreunden will (und kann), sollte der Umstieg langsam und kontrolliert erfolgen. Wer Jahrzehnte mit gedämpften Schuhen unterwegs war, kann das nicht innerhalb von Tagen oder Wochen umstellen. Informiert euch, Tante Google sucht „natural running“ hilft sicher gerne …

Update: Hier z.B. ein Beitrag, der schon deutlich mehr differenziert.

Chancen der Fastenzeit nutzen

Ich finde ja das selbst auferlegte Gelöbnis meines BVV Kollegen Thorsten Schatz wirklich toll. Er beschreibt auf seinem Blog ausführlich, warum – und auf was – er in der kommenden Fastenzeit freiwillig verzichten wird.

Man muss kein akkreditiertes Mitglied einer der großen Lebensanschauungsgemeinschaften sein, um aus der Fastenzeit seine Vorteile zu ziehen, auch das geht aus Thorstens Beitrag gut hervor.

Melanchthon Kirche Wilhelmstadt Spandau
Melanchthon Kirche Wilhelmstadt Spandau

Ich möchte mich daher der Idee anschließen und dieses Jahr erstmalig auch auf liebgewonnene Dinge verzichten bzw. endlich mal Dinge machen, die ich „immer schon machen wollte“. Letzteres klingt zwar nicht wie ein Verzicht im eigentlichen Sinne, aber um diese Dinge tun zu können, muss ich auf andere Gewohnheiten verzichten. Anstatt im Netz abzuhängen, werde ich dann eher Bücher lesen zum Beispiel.

Ab dem 18.02.2015 gelten also für sieben Wochen folgende Regeln für mich:

  • Ich werde in den sieben Wochen jede Woche ein Buch auslesen und kurz darüber inhaltlich berichten.
  • Ich werde kein Fleisch essen.
  • Ich werde keinen Alkohol trinken (bis auf EINE Ausnahme an einem Abend).
  • Da ich Facebook auch geschäftlich/politisch nutze, kann ich nicht vollständig darauf verzichten. Um die Nutzung jedoch einzuschränken, werde ich Facebook nur noch in „geraden Stunden“ benutzen, also z.B. zwischen 08.00 und 09.00, aber nicht zwischen 09.00 und 10.00 Uhr.

Weil ich von Jens Jacobi auf Facebook danach gefragt wurde, hier auch noch die Antwort(en) und die Frage:

Jens:
> Was ich noch nicht ganz begreife, wie

> man so etwas ohne religiösen Hintergrund macht.

Ich verstehe eher nicht, warum das unklar sein sollte. Es gibt eigentlich viele Begründungen dafür.

a) Ist es nicht wunderbar, wenn Religion andere dazu animiert, auch mal über das eigene Sein nachzudenken und vielleicht mal ein religiöses Ritual auszuprobieren in der Hoffnung, etwas daraus zu erfahren?

b) Auch ohne „religiösen Hintergrund“ kann man doch (s)einer Spiritualität frönen, in dem man das tut, was man für sich als gut erachtet. Ungeachtet dessen, wer es sich „mal ausgedacht“ hat.

c) Selbst wenn man es nicht spirituell/religiös betrachtet, kann man im Fasten bzw. im vorsätzlichen Ändern von Gewohnheiten Vorteile finden. Man schaue sich nur mal die unendlich vielen Lifestyle- und „Personal Development“-Blogs dazu an.

d) In einem christlich sozialisiertem Umfeld machen vermutlich viele „nicht religiöse“ Menschen Dinge, die vom christlichen Glauben beeinflusst wurden. Das ist auch gut so, in meinen Augen.

Update 24.02.2015: So, eine Woche ist fast rum und ich habe das erste Buch ausgelesen. Die „Alkohol-Ausnahme“ habe auch hinter mich gebracht auf dem Sportlerball in Siemensstadt und der sonstige Verzicht fällt mir bisher ausgesprochen leicht. Überraschend war die Erfahrung durch den teilweisen Facebook-Verzicht, vor allem, da es sich extrem gut anfühlt. Ich gewinne viel Zeit für nützlichere Sachen und selbst in der „erlaubten Stunde“ bin ich nach wenigen Minuten bereits durch mit Facebook und habe bisher eigentlich auch keine besondere Lust mehr, unnötig dort abzuhängen. Das darf sich gerne weiter so anfühlen :D

10427669_949373931740093_7959438241856566219_nDas Buch „Schattenmann“ von Paul Grossman ist ein sehr solide gemachter Krimi, der sich zum Ende hin bombastisch entwickelt. Er spielt 1933 in Paris in einem düsteren Teil der Geschichte, in dem es in ganz Europe nicht rund lief und Deutschland noch Flüchtlinge produzierte, anstatt welche aufzunehmen. Auch wenn einige Wendungen der Handlung schon sehr zufällig konstruiert sind gibt es eine klare Leseempfehlung.

Update 10.03.2015: Zwei weitere Wochen sind vergangen. Das zweite Buch habe ich leider nicht innerhalb einer Woche auslesen können. O.K. es war recht dick, aber es hat mich auch einfach nicht so gefesselt, wie es notwendig gewesen wäre. Es gab weitere interessante Erfahrungen, ein mal hätte ich mir fast ein Glas Wein zur Pizza bestellt und auch der Besuch in meiner Lieblings-Bar ist „irgendwie anders“, wenn ich da nur Cola Light oder Kaffee bestellen kann, aber genau das macht ja so eine Fasten-Erfahrung auch aus.

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Zum Buch selbst weiss ich echt nicht genau, was ich sagen soll. Es ist teilweise interessant, dann wieder verwirrend oder albern. Der Autor verspricht aber auch nichts anderes, vielleicht lest ihr euch einfach mal selbst den Klappentext durch.

SlowCarb: Linsen mit Harzer

Ich bin derzeit dabei, einige Linsensorten durchzuprobieren. Hierbei kam mir dann auch die Idee, mal Linsen mit Harzer Käse zu kombinieren. Linsen sind SlowCarb und beide haben viel Eiweiß, was mir derzeit gut in die Ernährung passt.

Linsen mit Harzer
Linsen mit Harzer

Die Linsen kann man einfach kochen, ich jedoch bereite sie so zu, in dem ich sie über Nacht mit heißem Wasser in einem Thermo-Behälter ziehen lasse. Am nächsten Tag sind sie dann – für mich – verzehrfertig. Ich gieße das Wasser ab, gebe den zerschnibbelten Harzer Käse dazu und schmecke ab mit Balsamico Essig und Gewürzen. Sicherlich könnte man auch noch Zwiebeln und frische Kräuter dazu geben, je nach Geschmack. Ich persönlich gebe auch noch Leinöl dazu, weil ich es sehr mag und wegen der Omega 3 Fettsäure (α-Linolensäure).

  • 100g Linsen (ungekochtes Gewicht), ca. 315 kCal
  • 125g Harzer Käse, ca. 153 kCal
  • 10g Leinöl, ca. 88 kCal

In Summe ergibt das dann eine Portion mit ca. 556 kCal, 59 g Eiweiß und 42 g Kohlenhydraten (slow). Übrigens habe ich in diesem Internet entdeckt, dass Harzer mit Linsen keine exklusive Idee von mir ist ;-)

Gewicht abnehmen

Weil ich inzwischen doch öfters gefragt werde, ob/warum/wie viel ich abgenommen habe, schreibe ich hier mal ein paar Dinge zu diesem Thema zusammen. Ich behandle dazu etliche Punkte, und ergänze und erweitere die Seite im Laufe der Zeit, schaut also öfters mal vorbei.

Emu im Spektepark
Joggen im Spektepark

Warum abnehmen? Motivation?

Die Motivation war recht simpel und ergab sich auch aus den Umständen. Eigentlich wollte ich schon seit Jahren abnehmen, habe es jedoch einfach nicht in die Reihe bekommen, konkret damit anzufangen. Auslöser waren letztlich zwei Dinge, nämlich zum einen die Dreistelligkeit der Anzeige auf meiner Waage und zum anderen die Gelegenheit zu einer Wette. Bei der Wette ging es darum, wer es schaffen würde, 10kg innerhalb von zwei Monaten abzunehmen. Ich habe die Wette gewonnen.

Nachtrag vom 16.01.2016: Nur um das auch mal festzuhalten, ich wollte nicht pauschal „Gewicht abnehmen“ sondern den Körperfettanteil reduzieren. Leider war mir das am Anfang noch nicht so recht klar :D

Welche Strategie? Eine Diät?

Angefangen mit der Gewichtsreduktion habe ich zunächst völlig ohne Strategie, Plan und – ja – auch völlig ohne Ahnung. Wenn man ausreichend Übergewicht hat und ausreichend wenig dann isst, nimmt man auch erst mal irgendwie ab.  So waren dann die ersten 10 Kilo recht schnell runter.

Wenn man damit erst mal angefangen hat, beschäftigt man sich natürlich verstärkt mit den Themen Nahrung, Ernährung, Inhaltsstoffe, Gesundheit, Sport und 1000 weiteren beigeordneten Themen, was auch gut so ist.

Was ich sagen kann, es ist letztlich keine Diät geworden, sondern eine Umstellung der Ernährung, also eine auf unbefristete Dauer ausgelegte Veränderung des Essverhaltens.

Es gibt unzählige Strategien und Konzepte für die Ernährung, von denen viele auch nicht „richtig“ oder „falsch“ sind, sondern einfach nur unterschiedliche Ansätze und Philosophien verfolgen. Mein Ansatz ist aktuell so, dass ich intermittierendes Fasten (nach dem „lean gains“ Protokoll, 16h/8h) betreibe, wobei ich ab ca. 12.00 Uhr anfange zu essen. Meine Kalorienmenge nehme ich dann in einem 8h Fenster bis ca. 20.00 Uhr zu mir. Hierbei versuche ich die Zufuhr von Kohlenhydraten insgesamt deutlich zu reduzieren und auf den Vormittag zu legen. Zum Ende der „Essensphase“ – aber auch grundsätzlich – esse ich dann verstärkt Proteine. Fette esse ich unverändert eine mittlere Menge. Von 20.00 Uhr bis 12.00 Uhr des Folgetages wird dann nichts mehr gegessen, wobei Kaffee, Tee und ungezuckerte Getränke akzeptabel sind. Sehr wichtig finde ich, nur „gute“ Nahrung zu mir zu nehmen, also z.B. möglichst keine „vararbeiteten“ Nährstoffe wie weißes Mehl, weißer Zucker, Nudeln, also einfach alles was einen Herstellungsprozess hinter sich hat. Auch die nicht „hergestellten“ Lebensmittel sollten möglichst in ihrer ursprünglichen Form verzehrt werden, also lieber Äpfel anstatt Apfelsaft u.s.w. .

Eine richtig gute und vor allem auch verständliche Zusammenfassung zum komplexen Thema der Fettverbrennung (auch im Zusammenhang mit intermittierendem Fasten) habe ich bei den Fitness Freaks gefunden. Dort findet man übrigens auch die Erklärung, warum ich der Meinung bin, dass der „bulletproof coffee“ den ich ab und zu morgens trinke nicht das Fasten bricht.

Bzgl. der Kalorienzufuhr richte ich mich grob an meinem rechnerischen Grundumsatz aus, diesen versuche ich nicht zu unterschreiten, damit der Körper mir nicht in den sogenannten Hungermodus fährt und sich dann an jedes Gramm Fett krallt, anstatt es herzugeben.

Eine coole Antwort hat mal eine Nutzerin in einer Facebook-Gruppe auf die Frage nach ihrem (sehr großen) Abnehm-Erfolg gepostet:

„Streng low carb gemacht maximal bis 50g Kohlenhydrate mehr nicht täglich 1,5g Eiweiß 1g Fett pro Kilo Körpergewicht und man muss über 80% und unter 100% des Tages Kalorien Gesamtbedarfes sein.“

Das fasst es kurz und knackig zusammen :D

Wenn ihr im Zusammenhang mit Abnehmen auch mal den Begriff Carb Cycling gehört habt, findet ihr bei myprotein.com eine recht gute Erklärung dazu. Werft auch mal einen Blick in den Carb Backloading Guide (in deutscher Sprache).

Tools und Werkzeuge

Das wichtigstes Tool dürfte wohl der Kalorienzähler sein, also die App, mit der man sämtliche zugeführte Nahrung erfasst. Ich verwende hier nach einigem Probieren mit großer Begeisterung myfitnesspal. Meine Schritte werden vom iPhone erfasst und via Apple Health auch in myfitnesspal eingespielt und dort mit den verzehrten Kalorien verrechnet. Ich hatte auch den Fitness Tracker JawBone mal verwendet, aber der ging leider recht schnell kaputt. Vor kurzem habe ich mir dann noch den viFit Connect Tracker von Medisana bestellt, weil der bei LIDL recht günstig (ca. 32EUR) war, mal sehen, wie der sich so schlägt (hier ein erster Eindruck). Ebenso erfasse ich meine Radtouren, Spaziergänge und Jogging-Läufe, wofür ich RunKeeper bzw. – je nach Laune – Zombies, Run! verwenden.

Gewichtsentwicklung
Gewichtsentwicklung

Sport

Die ersten 10 Kilo bekam ich komplett ohne Sport runter. Das war auch „Programm“ genug, bis ich mich bzgl. der Ernährungsumstellung so halbwegs eingefunden hatte. Dann habe ich angefangen mit Übungen, die ich von zuhause aus machen konnte. Das war zum einen Freeletics, was wirklich cool gemacht ist und einen via Gamfication und integriertem „Level-Aufstiegs System“ sowie eine angekoppelte Community immer wieder auf’s Neue motiviert. Sehr nützlich sind auch diese Klimmzugstangen, die man in den Türrahmen klemmen kann. Ich habe mir da zwei unterschiedliche gekauft,  die ich nahezu täglich auch benutze. Einen guten Trainingsplan um irgendwann 50 Klimmzüge zu schaffen findet man übrigens auf http://www.klimmzuege.net/. Zu gu­ter Letzt  habe ich mit dem Laufen angefangen und mich hierbei recht schnell auf ca. 6-8km Läufe gesteigert, diese mache ich 2-3 Mal die Woche. Hierbei halte ich es für besonders wichtig, die Läufe im „fasted State“ durchzuführen, also bevor man etwas gegessen hat. Dadurch läuft man mit leeren Glykogenspeichern und geht so voll in die Fettverbrennung rein.

Schuhe

Bisher nutzte ich meine deutlich in die Jahre gekommenen New Balance 692 (Style: M692WN), die waren schon nicht mehr neu, als ich damit Ende 2009 durch Australien ging, aber irgendwie taten sie ihren Dienst und wenn man sich erst mal an ein Paar Schuhe gewöhnt hat … :D

New Balance 692
New Balance 692

Ganz frisch habe ich mir nun ein Paar ASICS GEL-EQUATION 7 zugelegt. Ohne dass ich im Geschäft groß darüber nachgedacht hätte, haben sie eine sehr große Ähnlichkeit zu den vorgenannten New Balance 692. Ich fand den Preis ganz ok und sie fühlten sich am Fuß einfach gut an

ASICS GEL-EQUATION 7
ASICS GEL-EQUATION 7

Zusätzlich habe ich mir ein Paar sehr leichte und bequeme Reebok Yourflex Train RS 5.0 zugelegt, eigentlich für allgemeine Outdoor-Aktivitäten wie z.B. Rad fahren und Freeletics, aber ich werde auch mal probieren, wie man damit längere Strecken läuft. Der trend geht ja zum „Natural Running“, damit werde ich mich in den nächsten Monaten mal intensiver beschäftigen. Dafür wäre ja eigentlich der Nike Free Run+ 2 oder der Nike Free 5.0 besser geeignet, aber die sind mir derzeit einfach noch zu teuer.

Böse Zungen werden sicherlich behaupten, ich habe mir den Reebook nur wegen der 1337-Beschriftung am Hacken gekauft … :P

Reebok Yourflex Train RS 5.0
Reebok Yourflex Train RS 5.0

 

Nachtrag 29.12.2014: So, nun isse’s doch passiert. Eigentlich wollte ich mir nur mal um die Ecke meiner Firma den Lauf-Shop „LONG DISTANCE“ anschauen, aber wie das manchmal so ist … sie hatten den Nike Free 5.0 im Sonderangebot und ich musste zuschlagen (Infos zum Nike Free 5.0 auf Runners World) :D

 

Wie? Betrug?!

Ja! Es gibt mehrere Gründe, warum man regelmäßig einen sogenannten „Cheat Day“ einlegen sollte:

  • Man sollte einfach ab und zu Fünfe gerade sein lassen, immer nur strikte Disziplin nervt auf Dauer einfach. Wenn man z.B. regelmäßig Sonntags etwas „über die Stränge schlägt“ hat man innerhalb der Woche etwas, auf das man sich freuen kann, quasi eine Belohnung für die ganze Disziplin und das fleissige Training.
  • Wenn man ab und zu „sündigt“ und auch schon plant, wann das sein wird, fällt es einem leichter, den Heißhunger-Attacken zu widerstehen. Man sagt sich dann einfach „Ach, das futtere ich am Sonntag, da freue ich mich schon drauf.“ :D
  • Wer regelmäßig sündigt, macht dem Körper klar, dass keine „schlechten Zeiten“ herrschen. Der Körper würde sonst in den sogenannten Hungermodus fahren und den Energie-Grundbedarf senken. Das möchte man auf jeden Fall vermeiden, es ist nämlich die Basis für den JoJo-Effekt.
  • Beitrag im Men’s Health
  • Cheat oder Refeed Day googeln

Änderung von Gewohnheiten

Einen großen Anteil an der Gewichtsreduzierung hatte wohl auch das Ablassen von alten Gewohnheiten. Ich trinke seit Beginn der Ernährungsumstellung kein Bier mehr, zuckerhaltige Getränke habe ich zum Glück nie getrunken. Chips und sonstigen Salzkram esse ich ebenfalls nahezu nicht mehr, das ergibt sich aber auch fast automatisch, sobald man anfängt, alle Kalorien aufzuzeichnen. Sofern irgend möglich wird auf Rolltreppen und Fahrstühle verzichtet und die Treppe genommen, geparkt wird gerne auch mal eine Ecke weg vom Ziel, überhaupt wird insgesamt deutlich mehr gelaufen, anstatt immer das Auto zu nehmen.

Als Tagesziel versuche ich immer, 10.000 Schritte minimum zu erreichen, das klappt auch ziemlich gut.

Der Beitrag ist hier noch nicht beendet, sondern wird fortlaufend erweitert. Über Anregungen und Anfragen würde ich mich dennoch sehr freuen.

Ihr findet mich auch auf Facebook, um mich anzusprechen.

Update 08.2015

Vor zwei oder drei Monaten habe ich mit dem Kalorienzählen aufgehört und seitdem tatsächlich ein paar Kilo wieder zugenommen. Da ich aber seit Januar 2015 auch recht intensiv und regelmäßig zwei bis vier Mal die Woche in’s Fitness-Studio gehe, wird die Gewichtszunahme wohl mit dem Muskelaufbau zusammen hängen. Das ist sogar recht wahrscheinlich, da meine Hosen noch immer weiter werden :-)

Im Studio gibt’s immer zuerst ein „Warm Up“ durch Laufband-Training, je nach Lust und Laune so 20-30 Minuten im Intervall-Programm mit bis zu 16,8km/h. Dann ist man „betriebswarm“.

Ansonsten nutze ich die Sommer-Saison zum regelmäßigen Stehpaddeln, was ich mehrfach die Woche – aber dann alternativ zum Fitness-Studio – mache derzeit. Soll ja auch ein recht komplexes Workout darstellen, was man so liest. Gefühlt ist man nach 1-2h auf jeden Fall auch „gut durch“, nebenbei macht es irre Spaß.

Update 08.2016

Wie ich ja schon vor ca. 12 Monaten hier schrieb, habe ich irgendwann mit dem Tracken der Kalorien aufgehört. Darauf hin habe ich zwar wenig aber doch kontinuierlich wieder Gewicht zugelegt, das waren dann in ca. 10 Monaten auch fast 8kg. Da mir diese Tendenz natürlich nicht gefallen hat, habe ich nun Mitte Juni 2016 wieder mit dem Tracken angegangen. Die 8 Kilo sind jetzt (nach ca. 6 Wochen) auch wieder runter, ich bin erneut bei ca. 80kg angekommen. Der Körper sieht – trotz gleichem Gewicht – doch etwas anders aus als Anfang 2015. Das darf man natürlich auch erwarten, es liegen ja immerhin ca. 18 Monate Sport und Fitness-Center dazwischen. Es sieht alles etwas definierter und muskulöser aus. Ein interessanter Effekt war, dass die „sichtbare Definition“ sich innerhalb weniger Kilo Unterschied plötzlich einstellte. Oder anders formuliert, 85kg Gewicht sehen deutlich anders aus, als bereits 82-83kg. Das hätte ich so nicht erwartet. Sportlich ist es ansonsten relativ unverändert, 2-3 Mal die Woche 30min Laufband mit anschliessendem Gewichte-Training und am Wochenende mindestens ein Mal 8km Lauf im Freien, Rad fahren und StandUp Paddeln. Dazu – so oft wir nur möglich – täglich die 10.000 Schritte erreichen bzw. die anderen Aktivitäts-Ziele, die mir meine Apple-Watch vorgibt (Stehen, Bewegen, Training).

Informations-Tipps

„The process that helps you lose ‚the first 10 pounds‘ isn’t the same one that’ll help you lose ‚the last 10 pounds‘. Indeed, it usually takes a lot more work as you get leaner.“

  • Micha „Fettwech“ hat sich krass transformiert und fasst hier gut zusammen, auf was man sich einlässt :D
  • Eine Ähnliche Zusammenfassung hier in englischer Sprache.
  • Der Personal Trainer Paul Kliks hat eine interessante Community aufgebaut und betreibt diverse Informations-Kanäle zum Thema. Am besten, ihr hangelt euch über sein FB-Profil oder seine Homepage zu den Kanälen durch.
  • Auf der Seite von MarathonFitness von Mark Maslow kann man sich (leider) stundenlang verlieren, weil die Informationen verkettet und wirklich hochwertig sind.
  • Passt vielleicht nicht genau hier her, aber hier gibt es eine gute Liste von Mehl-Ersatz-Produkten mit ihren jeweiligen Eigenschaften. Unentbehrlich für die Low-Carb-Bäcker unter uns :D
  • Hier kann man seinen Körperfettanteil (KFA) berechnen lassen. Ich habe mir aber auch einen Caliper zum selbst messen bei Amazon gekauft.
  • Hier auch noch mal eine interessante Reflektion des Intermittierenden Fastens.
  • Manchmal braucht man nichts anderes … als Motivation! (englisch)

Was ist eigentlich ein „Schnappschuss“? – Gedanken zu Fotokritiken

GaslaterneÖfters kritisiere ich ein Foto mit der Aussage „Netter Schnappschuss“. Manchmal bedankt sich der Fotograf dann dafür, was im Prinzip auch in Ordnung ist.

Was genau ist aber ein „Schnappschuss“ nach meinem Verständnis? Für mich ist ein Schnappschuss eine Fotografie, die man ohne große Überlegung, ohne sich „in Position“ zu bringen und ohne weiteres Arrangement der Umgebung aufnimmt. Eben ein billiger Schnappschuss.

Scott Kelby sagt, ein Schnappschuss entsteht, wenn man die Kamera einem sechsjährigen Kind in die Hand gibt und sagt „Mach mal ein Foto“.

Grundsätzlich ist nichts verkehrt an einem Schnappschuss. Ich mache selbst welche. Wenn ich mit Freunden im Café sitze oder mir unterwegs mal was lustiges/interessantes/spannendes passiert, zücke ich mein Handy, mache ein Schnappschuss-Foto und poste es auf Facebook, Twitter, Instagram oder sonstwo.

Aus dem vorgesagtem ergibt sich jedoch, dass man einen Schnappschuss nicht verwendet, um irgendjemandem zu zeigen, wie gut man fotografieren kann. Schnappschüsse und „fotografisches Können“ schliessen sich gegenseitig aus.

Klar distanzieren möchte ich Schnappschüsse von den ästhetischen Momentaufnahmen z.B. eines Henri Cartier-Bresson in der sogenannten street photography, die im öffentlichen Raum entsteht, auf Straßen, in Geschäften oder Cafés, wobei teilweise eine oder mehr Passanten im jeweiligen Augenblick abgebildet werden. 

Einige Werke von Bresson kann man online anschauen.

Ich finde es übrigens nicht angemessen, Schnappschüsse auf sozialen Medien/Plattformen ungefragt (im fotografischen Sinne) zu kritisieren. Man postet sie dort i.d.R. nicht, weil man eine Fotokritik wünscht, sondern weil man eben die Situation zeigen möchte. Anders sieht das hingegen aus, wenn man Schnappschüsse in Foto-Gruppen/Communities postet. Dann nämlich kann man davon ausgehen, dass der Poster ein persönliches Interesse daran hat, sein fotografisches Schaffen zu verbessern. Dabei helfen unter anderem konstruktive Fotokritiken.

Wie seht ihr das? Nutzt die Kommentar-Funktion …

Unwahrheitverbreiter ignorieren? Bekämpfen? Lieben!

Menschen, die Unwahrheiten über andere Menschen verbreiten um sich selbst irgendwie interessanter zu fühlen benötigen eure Hilfe. Ächtet sie nicht, sondern reicht ihnen die Hand. Helft ihnen dabei, das Konzept des sozialen Miteinanders zu verstehen, sich selbst zu lieben und sich nicht immer nur im Vergleich zu anderen Menschen zu bewerten und einzuordnen. Gebt die Hoffnung nicht auf, sondern sendet ihnen Liebe, um Hass, Neid und Missgunst zu vertreiben. Je mehr so reagieren, desto eher wird sich eine Veränderung einstellen. Habt Vertrauen.

Wer eine Idee davon bekommen möchte, warum einem immer wieder solche Menschen begegnen, ja, was der Sinn dahinter sein könnte, der möge sich die Geschichte von der „Kleinen Seele, die mit Gott spricht“ mal reinziehen. Mir hat die Geschichte von Neale Donald Walsch sehr geholfen, Vorgänge dieser Art in einem anderen Licht zu sehen.

„Denke stets daran“, hat Gott mit einem Lächeln gesagt, „ich habe dir immer nur Engel geschickt.“

Love & Light

Zum Umgang miteinander – Die häufigsten Fallen

Der nachstehende äußert genialen Text hat mich über das Internet gefunden. Beim Lesen hatte ich – quasi bei jeder Zeile – sofort andere Menschen aus meinem sozialen Umfeld vor Augen. Hier und da blickte ich auch in einen Spiegel. Ich habe den Text dahingehend angepasst, dass ich die Zeilen durchbuchstabiert habe. Künftig werde ich Leuten, die zu schlimm nerven, einfach den Link auf diesen Beitrag zusammen mit dem/den entsprechenden Buchstaben schicken in der Hoffnung auf Besserung :P

Wer also auf diesem Wege auf diese Seite gelangt ist, möge sich bitte den entsprechenden Buchstaben raussuchen und darüber nachdenken. Freue mich auf konstruktive Dialoge …

Öfter als mensch denkt scheitert eine Zusammenarbeit nicht an der gemeinsamen Zielsetzung, sondern daran wie die Beteiligten sich verhalten. Wir sollten folgende negative Verhaltensweisen abstellen, die immer wieder auftauchen:

  1. Die Show abziehen: Zu viel, zu lang und zu laut reden.
  2. Der Problem-Löser: Ständig die Antwort oder die Lösung eines Problems liefern, noch bevor andere die Gelegenheit haben, sich einzubringen.
  3. IN GROSSBUCHSTABEN REDEN: Die eigene Lösung oder Meinung als DAS letzte und abschließende Wort zum Thema einbringen (wird oft verstärkt durch den Ton in der Stimme und die Körperhaltung).
  4. Verteidigungshaltung: Auf jede entgegengesetzte Meinung so antworten, als sei es ein persönlicher Angriff: „Offensichtlich hat keiner verstanden, was ich gesagt habe. Was ich meinte, war…“.
  5. Haarspalterei: Unbedeutende Fehler in den Stellungnahmen anderer herauspicken, Ausnahmen zu jeder Regel feststellen.
  6. Wiederholen: Genau dasselbe wiederholen, was ein/e Frau/Mann gerade vollkommen klar und deutlich gesagt hat.
  7. Aufmerksamkeit suchen: Alle dramatischen Mittel einsetzen, um ins Scheinwerferlicht zu kommen.
  8. Wichtigtun: Durch die Beobachtung von Gruppenprozessen und Formalem die Aufmerksamkeit auf sich lenken und dadurch die Verantwortlichkeit von Einzelnen und von der Gruppe verhindern.
  9. Herabsetzen: „Ich habe das früher auch geglaubt, aber inzwischen…“. „Willst du wirklich behaupten, dass…?“.
  10. Immer kritisieren: An allem und jedem etwas Schlechtes oder Problematisches finden.
  11. Das Gesprächthema verändern: Die Diskussion auf die eigenen Lieblingsthemen lenken, um die eigene Lieblingsmeinung loszuwerden.
  12. Der Pöstchen-Halter: An formalen Machtpositionen festkleben.
  13. Nicht zuhören: Nach den ersten paar Sätzen anderer in Gedanken eine Antwort formulieren, von da an auf nichts mehr achten und in die erste Pause hineinplatzen.
  14. Unversöhnlichkeit u. Dogmatismus: Auch in den kleinsten Punkten auf der eigenen Position beharren.
  15. Gefühle vermeiden: Intellektualisieren, sich in Passivität flüchten oder Witze machen, wenn es an der Zeit wäre, Gefühle zu äußern.
  16. Herablassung und Paternalismus (väterliches Getue): „Na, will denn nicht mal eine von den Frauen was dazu sagen?“
  17. Frauen anmachen: Sexualität einsetzen, um Frauen zu manipulieren.
  18. Aufmerksamkeit und Unterstützung vom eigenen Geschlecht suchen und zugleich mit dem anderen Geschlecht konkurrieren.
  19. Sich überstürzen: Ständig Aufgaben übernehmen, bevor andere die Chance haben, sich freiwillig zu melden.
  20. Der Promovierte: Schlüsselinformationen für sich behalten und zu eigenem Nutzen und Vorteil einsetzen.
  21. Für andere sprechen: „Viele von uns meinen, dass wir dies und jenes tun sollten…“; „Was XY wirklich meinte, war…“.

(teilweise aus: „Sexismus – in politischen Gruppen“ Libertäre Tage FFM)

Geklaut bei: http://www.anarchismus.at/anarcha-feminismus/antisexismus/815-zum-umgang-miteinander-die-haeufigsten-fallen

Originaltext: http://anarchosyndikalismus.org/asn05.htm

Ergänzend zu der vorstehenden Liste sollte man auch die (Natur-)Gesetze kennen, anhand derer man erkennen kann, wann jemand eine Diskussion verloren hat (aber bitte nur begrenzt ernst nehmen ^^).