Ist die Laufschuh-Branche gegen „natural running“?

Das „Fazit“ in diesem runtastic Blog-Beitrag über Laufschuhe zu Mythos 1 klingt für mich absolut nicht plausibel. Es wird bestätigt, dass Barfußschuhe super geeignet sind, die Lauftechnik zu verändern und zu verbessern (was will man mehr?!) aber sie sollen dann zum laufen doch nicht geeignet sein, weil es ja mal kalt, nass oder steinig sein könnte?!

Hört sich an, wie an den Haaren herbeigezogen, was es vermutlich auch ist.

Auch Barfußschuhe schützen vor Steinen und Nässe. Das mit der Kälte muss man sehen, ist aber auch ein sehr nebensächliches Problem in unseren Breitengraden. Notfalls dicke Socken anziehen, wenn man im tiefsten Winter los will.

Ferner müssen es auch keine „echten“ Barfußschuhe sein, es gibt inzwischen ja genug Optionen aus dem Bereich „natural running“. Gefühlt würde ich ja sagen, die Schuh-Hersteller Lobby versucht immer wieder, „natural running“ als Ergänzung zum herkömmlichen Laufschuh zu propagieren, um keine Marktanteile zu verlieren. Aber was weis ich schon …

Und Vorsicht! Ich sage nicht, dass man von heute auf morgen auf „natural running“ umsteigen sollte, dass ist sicherlich nicht gesundheitsförderlich. Wenn man sich mit „natural running“ anfreunden will (und kann), sollte der Umstieg langsam und kontrolliert erfolgen. Wer Jahrzehnte mit gedämpften Schuhen unterwegs war, kann das nicht innerhalb von Tagen oder Wochen umstellen. Informiert euch, Tante Google sucht „natural running“ hilft sicher gerne …

Update: Hier z.B. ein Beitrag, der schon deutlich mehr differenziert.

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